Am 12. Juni 2026 fand im Dolomitwerk Furth eine technische Feuerwehrübung der Feuerwehren Treglwang und Wald am Schoberpaß statt. Geübt wurde die Rettung einer eingeklemmten Person auf der Abbauetage 990 unter erschwerten Bedingungen im Steinbruch. Die Übung wurde erfolgreich abgeschlossen und stärkte die Zusammenarbeit sowie die Orts- und Gefahrenkenntnis der Einsatzkräfte.

Technische Feuerwehrübung im Dolomitwerk Furth

Am Freitag, dem 12. Juni 2026, fand im Dolomitwerk Furth in Treglwang eine technische Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Treglwang und Wald am Schoberpaß statt.

Da sich der Steinbruch unmittelbar an der Gemeindegrenze zu Gaishorn und somit auch an der Bezirksgrenze zwischen Liezen und Leoben befindet, wurde von der örtlich zuständigen Feuerwehr Treglwang bewusst auch die Nachbarfeuerwehr Wald am Schoberpaß aus dem Bereichsfeuerwehrverband Leoben in die Übung eingebunden.

Solche Übungen sind im Bergbau von besonderer Bedeutung: Gemäß Tagbauverordnung müssen aufgrund der laufenden Veränderungen im Abbaugebiet in regelmäßigen Abständen Einsatzübungen zur Orientierung, Ortskunde und Gefahreneinschätzung durchgeführt werden.

Das diesjährige Übungsszenario sah die Rettung einer eingeklemmten Person auf der Abbauetage 990 vor. Die letzte mit Fahrzeugen erreichbare Etage befindet sich auf 960 Metern Seehöhe, wo auch die Einsatzleitung eingerichtet wurde. Aufgrund der starken Steigung der Bergbaustraße war eine direkte Zufahrt zur Unfallstelle mit Feuerwehrfahrzeugen nicht möglich.

Die Einsatzkräfte verluden daher das benötigte technische Rettungsgerät in die Schaufel eines Radladers und begaben sich anschließend zu Fuß auf die rund 30 Meter höher gelegene Arbeitsetage.

Nach der Lageerkundung durch den Einsatzleiter wurde unverzüglich mit der Menschenrettung begonnen. Die verletzte Person – dargestellt durch eine Übungspuppe – war unter einem rund 2.000 Kilogramm schweren Gesteinsblock eingeklemmt. In kurzer Zeit konnte die Person erfolgreich aus ihrer Lage befreit und mittels Korbschleiftrage sicher zur tiefer gelegenen Etage 960 transportiert werden.

Im Anschluss an die erfolgreich absolvierte Übung erhielten die Einsatzkräfte bei einer Betriebsbesichtigung und Führung durch den Beauftragten für Bergbau, Jürgen Koinegg, sowie Betriebsleiter Manfred Horn wertvolle Einblicke in die betrieblichen Abläufe und Besonderheiten des Steinbruchbetriebes.

Zum Abschluss rückten beide Feuerwehren ins Rüsthaus Treglwang ein, wo der Übungstag bei einer gemeinsamen Jause in kameradschaftlicher Atmosphäre ausklang.

Wir bedanken uns herzlich bei den eingesetzten Feuerwehren für ihre professionelle Zusammenarbeit und ihren Einsatz. Gleichzeitig wünschen wir unserem Bergbauteam weiterhin viele unfallfreie und erfolgreiche Jahre in unseren Steinbrüchen.